Prinzessin Marianne

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Prinzessin Marianne, Oktober 2016Etwa um 1800 entstand die Herbstbirne Prinzessin Marianne innerhalb des Zuchtprogramms des belgischen Obstzüchters Jean-Baptiste van Mons (1765–1842). Ihren Namen erhielt sie nach der niederländischen Prinzessin Marianne von Oranien-Nassau (1810–1883). Van Mons selbst änderte jedoch später ihren Namen, so dass sie auch unter dem Synonym Salisbury, nach dem englischen Botaniker Richard Anthony Salisbury (1761–1829), geführt wird.
Prinzessin Marianne ist eine mittelgroße, etwa Mitte bis Ende September zu pflückende Birne. Ihre Genußreife erreicht sie dann innerhalb von 14 Tagen und ist folgernd nur noch kurz lagerfähig. Sie sollte dazu unbedingt im Freien gelagert werden. Genußreif ist sie schmelzend und sehr saftig, mit einer leichten Säure und zartem Aroma.
Die Sorte gedeiht gut auf einer Sämlingsunterlage, nicht jedoch direkt auf Quitte. Der Baum wächst eher mittelstark, dabei bildet er eine hochpyramidale Krone. Bezüglich Witterung und Krankheiten ist er sehr robust und bringt regelmäßige und hohe Erträge. Prinzessin Marianne ist somit auch für größere Gärten geeignet.