Boscs Flaschenbirne

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Boscs Flaschenbirne, Oktober 2016Die Birne Boscs Flaschenbirne gilt als eine Züchtung des belgischen Obstzüchters Jean Baptiste van Mons (1765–1842) aus dem Jahr 1807. Allerdings gibt es hierzu in der pommologischen Literatur widersprüchliche Angaben, so dass sich dieses nicht mit Sicherheit belegen lässt. Boscs Flaschenbirne wurde nach dem zu dieser Zeit als Verwalter der Gärten und Baumschulen in Versailles tätigen Louis Augustin Guillaume Bosc d’Antic (1759–1828) benannt, gleichzeitig ist sie unter den Synonymen Alexanderbirne und Kaiserkrone bekannt.
Boscs ist ab Mitte September bis Anfang Oktober pflückreif und kann dann bis in den November hinein, mindestens aber 14 Tage, gelagert werden. Mit dem Einsetzen der Baumreife setzt ein starker Fruchtfall ein, so dass sie rechtzeitig geerntet werden sollte. Dabei wird im Gegensatz zu den meisten anderen Birnensorten das Stielende angefasst und dieser vom Fruchtkuchen getrennt. Boscs kann vollschmelzend ausreifen, wird sehr saftig, süß und dabei mildsäuerlich. Sie ist eine hervorragende Birne für den Frischverzehr, aber auch gut zum Dörren geeignet. Eingeweckt wird sie bräunlich.
Der Baum wächst mittelstark und zunächst steil aufrecht. Mit dem einsetzenden Ertrag hängt das Fruchtholz über und sollte entsprechend regelmäßig eingekürzt und auf aufrechte Triebe abgesetzt werden. Der Baum ist für den Hausgarten geeignet, die einzige Einschränkung gilt hinsichtlich der Anfälligkeit der Sorte für Schorf (s. Abb.).