Reifezeitpunkt bei Birnen

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Fallen die Birnen vom Baum, könnte man annehmen, dass sie reif sind. Aber dies ist bei den meisten Sorten nicht so. Im Gegenteil, unter Umständen ist der richtige Zeitpunkt zur Ernte schon verpasst. Bei Birnen gibt es die Pflück- und die Genußreife. Das volle Aroma einer Birne entwickelt sich meist erst nach einiger Zeit der Lagerung.
Den richtigen Zeitpunkt zum Pflücken der Birnen zu finden ist gar nicht so einfach. Hinweise dafür liefern die einsetzende Verfärbung von Frucht oder Stiel und die ersten fallenden Früchte. Lässt sich beim Anheben der Birne der Stiel leicht vom Fruchtkuchen lösen, ist in der Regel der Pflücktermin erreicht.

Birnen werden mit Stiel gepflückt. Dabei lautet eine Grundregel "Frühsorten so früh als möglich, Spätsorten so spät wie möglich zu ernten." Aber auch hier gibt es Ausnahmen sowohl für einen früheren als auch einen späteren Erntezeitpunkt. Ausschlaggebend sind sowohl die Unterlage, der Standort, die klimatischen Bedingungen des Jahres, als auch die Behangdichte. Damit kann der optimale Zeitpunkt von Jahr zu Jahr variieren. Um in den Genuß von vollreifen Früchten zu kommen, ist es sinnvoll mehrmalig die jeweils größten und am besten gefärbten Früchte zu pflücken.
Die Genußreife fällt bei den frühen Sommersorten mit der Pflückreife zusammen. Herbst- und Winterbirnen müssen zunächst gelagert werden. Die Genußreife ist erreicht, wenn das Fruchtfleisch am Stiel dem Druck des Fingers nachgibt. Ab diesem Zeitpunkt sollten die Birnen zügig aufgebraucht werden, da bei Überreife die Früchte schnell teigig werde. Bei manchen Sorten dauert dies nur drei bis fünf Tage.