Streuobstwiesenpflege bei Gransee

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Streubstwiese bei Gransee, Winter 2015Die in der Nähe Gransee's gelegene Streuobstwiese, eine ehemals planmäßig aufgepflanzte Obstanlage, wird wieder in Nutzung und Pflege genommen. Die Bäume wurden seit etlichen Jahren nicht mehr gepflegt. Entsprechend differenziert war die Ausgangssituation zu Beginn der Schnittmaßnahmen. Es waren sowohl vitale Bäume mit einem nach wie vor guten Jahreszuwachs, als auch vergreiste Bäume zu schneiden, einige Bäume konnten nur noch gefällt bzw. als Habitatbaum belassen werden. Der Obstbaumschnitt erfolgte durch werkraum.Obst im Frühjahr 2015.

Streubstwiese bei Gransee, Winter 2015Die durchgeführten Schnittmaßnahmen stellen dabei einen ersten Schritt in der Revitalisierung der Anlage dar. Als Ziele wurden hierfür definiert: die Behebung statischer Probleme im Baum (Verhinderung weiterer Astabbrüche), die Wiederherstellung der Belichtung aller Partien insbesondere der unteren Fruchtäste, die Wiederanregung des Wuchses bei Vergreisung, die Entnahme von Totholz (soweit nötig). Dabei sollten zu starke Reaktionen der Bäume vermieden werden. In der Ausführung bedeutete dieses eine Reduzierung der Schnitte auf die zentralen Problemlagen des jeweiligen Baumes.

Neuanlage Obstwiese Kloster Zehdenick

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Neuanlage Streuobstwiese Kloster Zehdenick, Foto: April 2015Für die Neuanlage der Streuobstwiese am Kloster Zehdenick wurden im Winter 2014/15 insgesamt 67 Obstgehölze aufgepflanzt. Die Anlage und weitere Pflege erfolgt durch werkraum.Obst im Auftrag der Flächenagentur Brandenburg GmbH.

Der Schwerpunkt der Pflanzung liegt auf den Obstarten Apfel und Pflaume, wenigen Birnen und Sauerkirschen, sowie einem kleinen Anteil Wildobst. Wichtig für die Sortenwahl war die Eignung der Sorten für eine extensive Bewirtschaftung, die Sicherstellung der Befruchtung als auch die Möglichkeiten der Vermarktung.

Neuanlage Streuobstwiese Kloster Zehdenick, Foto: April 2015Der Standort ist insgesamt nicht optimal, er erstreckt sich über einen Hügel mit Ausrichtung nach Norden. Dazu kommt, dass der Boden im wesentlichen sandig ist. Es gibt gleichzeitig sehr trockene bis nasse Standorte. Die Pflege der Wiese erfolgt in den nächsten Jahren durch Beweidung mit Schafen des eigenen Betriebes.

Es wurden, bis auf wenige Ausnahmen, Hochstammbäume mit einem Kronenansatz ab 180 cm gepflanzt. Der Baumschutz erfolgt aufgrund der Beweidung mittels Dreibein und Wildschutzzaun. Die Wurzel ist für die ersten ein bis zwei Jahre mit einem unverzinkten Drahtkorb gegen Wühlmäuse geschützt.

Neuanlage Streuobstwiese Kloster Zehdenick, Foto: April 2015Für den gesamten Aufbau der Obstwiese sind 15 Jahre veranschlagt. Bis zu diesem Zeitpunkt wird der Kronenaufbau abgeschlossen. Jährlich erfolgen Schnittmaßnahmen zur Kronenerziehung, die Bodenpflege, wie bspw. das Freihalten der Baumscheiben, und die Kontrolle der Wühlmausbestände. Nach Bedarf werden die Bäume bewässert und gedüngt.

Sorten der Obstwiese

Neuanlage Streuobstwiese Kloster Zehdenick, Foto: April 2015– Apfel: Dülmener Herbstrosenapfel, Goldparmäne, Harberts Renette, Jacob Lebel, Kaiser Wilhelm, Rote Sternrenette
– Pflaume: Bauernpflaume, Graf Althann, Große Grüne Reneklode
– Birnen: Bunte Julibirne, Conference, Doppelte Philippsbirne, Frühe von Trevoux
– Sauerkirsche: Koröser Weichsel, Ludwigs Frühe
– Wildobst: Mispel, Speierling